«Es war einmal ein grosses Meer, in dem sich allerlei Getier tummelte und dann auf dem Meeresgrund seine letzte Ruhe fand. Langsam legten sich Sand und Schluff über den Boden und mit der Zeit wurden die Schalen und Gehäuse der Meerestiere eins mit dem zu Stein gewordenen Sediment.» Wenn Giovanni Capuano, Gutsdirektor auf dem Bindella-Weingut Tenuta Vallocaia in der Toskana, die Geschichte der Lage Fossolupaio erzählt, werden die Meerestiere fast wieder lebendig. Seit dieser Epoche – man nennt sie auch Pliozäne Zeit – sind aber mehrere Millionen Jahre vergangen. Das Wasser hat sich längst zurückgezogen und übrig blieb ein alter Meeresboden, der voll ist mit Schätzen aus längst vergangener Zeit. Und so kommen bei den Arbeiten im Rebberg denn auch immer wieder Fossilien zum Vorschein.
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Die Lage Fossolupaio präsentiert sich einem Amphitheater gleich mit zwei übereinanderliegenden Terrassen: Die obere ist mit Syrah bestockt und liegt praktisch den ganzen Tag in der Sonne. Die untere, vom umliegenden Wald beschützt, eignet sich dank des wärmespeichernden Mikroklimas hervorragend für den Anbau der Sangiovese-Traube. Der Fossolupaio ist ein erfrischender und ehrlicher Rosso di Montepulciano. In der Nase herrliche Noten von Himbeeren und Sauerkirsche, im Gaumen saftig und knackig mit feiner Sangiovese-Würze.
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Restaurant Vallocaia im Niederdorf in Zürich

Und zum Schluss noch ein kleiner Geheimtipp für Fossilien-Fans: Die Versteinerungen aus  dem Bindella-Rebgarten – sie erinnern an Schalen von Austern und Venusmuscheln – können jederzeit im Ristorante Vallocaia im Zürcher Niederdorf bestaunt werden …
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