
Nebbiolo
Italienischer Spätzünder
Wer Nebbiolo kultiviert, braucht Zeit. Denn die Rebsorte, die vorwiegend im Piemont angebaut wird, reift nur langsam. Und ist es dann soweit, hängt im Herbst oft der Nebel (italienisch: nebbia) in den Hügeln, wie sich der bezeichnende Name dieser Traube erklären lässt. Neben der Zeit ist auch der Boden ein wichtiger Erfolgsfaktor: Die anspruchsvolle Rebsorte gedeiht praktisch nur auf kalkhaltigem Mergelboden an Süd- oder Südwestlage. Bekannte Nebbiolo-Weine sind Barolo und Barbaresco aus der Langhe, dem Herzstück der Piemonteser Weinproduktion. Nebbiolo ist typisch für einen hohen Tanningehalt und viel Säure. Die Traube ist perfekt für Lagerweine; das volle Potential dieses tiefgründigen Gewächs mit seiner komplexen Aromatik zeigt sich nach mehrjähriger Reifung.
Wo sie wächst:
vor allem in Italien, weil Nebbiolo hier die idealen Bedingungen zum Gedeihen hat
in kleinen Mengen in Frankreich, Österreich und in der Schweiz
vereinzelt in Kalifornien, Argentinien und Neuseeland
Wie sie schmeckt:
fruchtig mit Aromen von Sauerkirschen, Kräutern, Karamell, getrockneten Granatapfelkernen
Wozu sie passt:
zu Wild
zu Braten in jeglicher Variation
zu edlen Gerichten mit Trüffel
zu einem feinen Pilzrisotto