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Grosses Vorbild Frankreich

Frankreich und Rotwein – sind das nicht fast Synonyme? Nirgends ist der Rebensaft so tief in der Kultur verankert wie hier. Doch die Zeit bringt auch Veränderungen mit sich.

  • Thiénot Champagne France

    Thiénot

    Sprudelnde Perlen aus der Champagne.

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  • Vidal-Fleury Côtes du Rhône

    Vidal Fleury

    Der Lieblingswein von Richard Wagner.

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  • Cabrières Côtes du Rhône France

    Château
    Cabrières

    Spitzenweinbau seit drei Generationen.

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  • Trapet Bourgogne France

    Domaine
    Trapet

    Das Terroir ist das A und O.

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  • Prieur Bourgogne France

    Domaine
    Jacques Prieur

    Die Qualitätsfanatiker auf Erfolgskurs.

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  • Picard Bourgogne France

    Maison
    Michel Picard

    Tradition und Terroir sind Trumpf.

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  • La Chablisienne Bourgogne France

    La Chablisienne

    Qualität, auf die man sich blind verlassen kann.

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  • Delagrange Bourgogne France

    Domaine
    Henri Delagrange

    «Nobles cépages» in siebter Generation.

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  • Kreydenweiss Alsace France

    Domaine
    Marc Kreydenweiss

    Die Elsässer Referenzadresse in Sachen Biodynamie.

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  • Wein ist in Frankreich praktisch ein Grundnahrungsmittel. Obwohl: 1970 trank der Durchschnittsfranzose noch sagenhafte 100 Liter Wein pro Jahr. Heute sind es mit 42 Litern weniger als die Hälfte. Doch wer kann sich eine Mahlzeit à la française ohne Rouge oder Blanc vorstellen? Auch auf die Weinkultur rund um den Globus hatte Frankreich mehr Einfluss als jedes andere Land. Französische Rebsorten wachsen heute überall auf der Welt. Und in Sachen Forschung und Lehre liegt das Land mit den önologischen Fakultäten Bordeaux, Montpellier und Dijon ganz weit vorne.

    Die Rebe kam vermutlich mit den griechischen Siedlern ins Land, welche um 600 vor Christus Massilia gründeten, das heutige Marseille. Mit der Eroberung der Mittelmeerküste und später ganz Galliens durch die Römer breitete sich die Rebkultur nach Norden aus. Erst pflanzte man Weinstöcke entlang der Rhône, im dritten Jahrhundert nach Christus in Bordeaux und im Burgund, dann an der Loire und in der Champagne. Im sechsten Jahrhunderte wuchsen sogar Reben in der Bretagne. Auch als das römische Reich zerbröckelte, verlor die Rebkultur nicht an Bedeutung. Im Gegenteil, mit der Christianisierung des Frankenreichs bekam der Rebensaft zusätzliche Bedeutung als Messwein. Die Klöster trieben den Weinbau massgeblich voran.

    Bordeaux im Blickpunkt der Welt
    Gleichzeitig etablierte sich im Mittelalter eine Form der Landwirtschaft, die dem Weinbau sehr zuträglich war. Bauern boten sich an, brachliegendes Land mit Reben zu bestocken und bis zum ersten Ertrag fünf Jahre später unentgeltlich zu bestellen. Ab dem sechsten Jahr gehörte ihnen im Gegenzug die Hälfte der Parzelle; lediglich eine jährliche Abgabe auf die Ernte wurde fällig. So gewann die Rebkultur ungeheuer an Boden, und bald war Wein Frankreichs Exportgut Nummer eins.

    Unter den besten Abnehmern: die Engländer, vor allem für die Tropfen aus Bordeaux – kein Wunder, war die Hafenstadt doch von 1137 bis 1453 englisch. Später stiegen die Holländer ebenfalls in grossem Stil in den Handel mit Frankreichs Tropfen ein. 1855 stand französischer Wein sogar im Blickpunkt der Welt, als Napoleon III. die Weine von Bordeaux zur Weltausstellung in Paris offiziell klassieren liess.

    Die Erfindung des Terroirs
    Heute wächst Wein in Frankreich auf rund 790'000 Hektar – das ist die zweitgrösste Rebfläche der Welt nach Spanien. In kaum einem Land ist der Weinbau so reguliert wie hier. Schon 1935 entstand das INAO, das Institut National des Appellations d’Origine (heute Institut National de l’Origine et de la Qualité). Es zeichnet verantwortlich für die Schaffung und Überwachung der AOCs, der staatlich geschützten Ursprungsgebiete. Sie basieren auf dem Terroir-Konzept – der Idee, das ein landwirtschaftliches Produkt eng mit dem Boden, dem Klima sowie seinem Macher, dessen Kultur und überliefertem Wissen verbunden ist. Daher tragen französische Weine üblicherweise den Namen des Weingebiets und nicht der Traubensorte. Eine Denkweise, die sicherlich viel für die Güte französischer Weine getan hat und immer noch tut. Gleichzeitig aber kämpfen Frankreichs Winzer zunehmend mit Konkurrenz aus dem Rest der Welt, wo die Weine oft zugänglicher, leichter verständlich und früher trinkreif sind.

    Gemässigtes Klima für ausgewogene Weine
    Frankreichs Klima ist – bis auf Ausnahmen – gemässigt. Dies sorgt für Weine mit viel Aroma und einer guten Balance zwischen Zucker und Säure. Die berühmtesten Anbaugebiete sind zweifellos Bordeaux mit seinen langlebigen Spitzenweinen auf Basis von Cabernet Sauvignon und Merlot, das Burgund mit Rotweinen aus Pinot Noir und Weissen aus Chardonnay sowie natürlich die Champagne. Das Aushängeschild der Rhône ist Châteauneuf-du-Pape, der Wein, den schon die Päpste von Avignon schätzten. Hier wie im Rest Südfrankreichs fühlen sich heissblütige Sorten wie Grenache, Syrah und Mourvèdre wohl. Das Elsass brilliert mit Weissweinen aus Riesling und Gewürztraminer. In der Provence schliesslich werden Rosé-Fans fündig – ein Weintyp, der in Frankreich momentan Rückenwind hat.

    Rudolf Bindella Weinbau-Weinhandel AG
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